Andere Länder - andere Sitten

Gut informiert in den Urlaub. Foto: Knaus Tabbert

Neue Kindersitzverordnung

Seit März müssen Kinder nicht mehr 1,50 Meter groß sein um ohne Sitzerhöhung im Auto mitzufahren. Laut der neuen Regelung müssen nur mehr Kinder unter 1,35 m Körpergröße eine Sitzerhöhung bzw. einen Kindersitz verwenden. Sollte das Kind also 1,35 m groß sein oder 14 Jahre alt sein, ist der im Fahrzeug montierte Sicherheitsgurt ausreichend. Der ARBÖ empfiehlt aber dennoch sich aus Sicherheitsgründen an die alte Regelung zu halten, da im Ausland andere Regelungengesetzlich verankert sind. So gelten in den Nachbarstaaten größtenteils weiterhin die 1,50 m als Richtwert.

Umweltzonen Deutschland

Mitglieder, die sich wegen der Tempolimits in Deutschland beim ARBÖ Informationsdienst erkundigen wollen, staunen nicht schlecht, wenn auf die vielen Umweltzonen in der Nachbarrepublik hingewiesen wird. Eine vom Fahrzeug abhängige Plakette (rot, gelb oder grün) ist auf die Windschutzscheibe zu kleben (beim ARBÖ erhältlich). Diese bestimmt, ob in Umweltzonen eingefahren werden darf, oder nicht. Der Großteil der deutschenStädte darf nur mehr mit einer grünen Plakette befahren werden.

Radarwarner am Navi verboten?

In Österreich ist die Radar-Ankündigungsfunktion nach wievor erlaubt. Anders sieht es allerdings in Deutschland und der Schweiz aus. Dort sind alle Geräte, die vor mobilen oder fest installierten Geschwindigkeitsmessstellen warnen (z.B. Navigationssysteme, Handyapps) verboten. Strafen von mindestens 75,- Euro (Deutschland) bzw. mindestens 200,- Euro (Schweiz) sind garantiert. Außerdem darf die Polizei die genannten Geräte beschlagnahmen und vernichten.

"Sommerreifenpflicht" in Italien

In Italien ist es nicht zulässig, Winterreifen zu verwenden, die einen niedrigeren Reifen-Geschwindigkeitsindex aufweisen, als jener, der in der Zulassungsbescheinigung eingetragen ist. Es drohen ansonsten Strafen zwischen 400,- und 1.700,- Euro. Alle Lenker, welche in Österreich die Winterreifen als Sommerreifen "zusammen fahren", müssen hier besonders aufpassen.

Crit'Air in Frankreich? Wozu?

Es handelt sich um die französische Umweltplakette, welche ausschließlich online (http://certificat-air.gouv.fr/demandeext/cgu) zum Preis von 4,21 Euro erhältlich und in sechs Kategorien aufgeteilt ist. Keine Plakette bekommen Fahrzeuge, die vor dem 1. Jänner 1997 erstzugelassen wurden. Waren es anfangs Paris, Lyon und Grenoble, erhöht sich die Anzahl an Umweltzonen laufend. Ab Juli 2019 wird beispielsweise die Zone auf den Großraum Paris erweitert. Von 20 bis 8 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist das Fahrverbot allerdings außer Kraft. Hier dürfen alle Fahrzeuge einfahren.

Vignettenfallen in Ungarn

Eines vorweg: die Verbindung zwischen Hegyeshalom und Mosonmagyaróvár ist mautpflichtig. Erhältlich ist die elektronische Vignette bei Autobahntankstellen, in Postämtern, den Kundendienstbüros der staatlichen AutobahnAG sowie beim ungarischen Autofahrerklub MAK. Käuflich ist die Vignette in einer 10-Tages-Version, es gibt eine Monats- und eine Jahresvignette. Im Falle einer versehentlichen Benutzung einer gebührenpflichtigen Straße ohne Vignette, besteht die Möglichkeit bis zu 60 Minuten nach Auffahrt nachträglich eine Vignette zu erwerben, ohne eine Strafe zu bekommen. Andernfalls erhält man einen Zahlungsbefehl aus London. Es ist ratsam das Datum und das Kennzeichen genau zu kontrollieren und den Beleg mindestens ein Jahr lang aufzuheben.

Helmpflicht für Radfahrer in Spanien

Möchte man in Spanien das Umfeldmit dem Fahrrad erkunden, ist es ratsam einen Fahrradhelm zu benützen. Außerorts besteht eine generelle Helmpflicht für alle Radfahrer. Personen unter 16 Jahren müssen auch innerorts einen Fahrradhelm verwenden. Eine ähnliche Regelung gibt es auch in der Slowakei, jedoch liegt hier die Altersgrenze für das Fahren mit Helm in Städten bei 15 Jahren.

Abblendlicht in Griechenland verboten

Während in den letzten Jahrzehnten viele Länder die Tagfahr-Lichtpflicht eingeführt haben, verabschiedet sich Griechenland davon. Und noch mehr: in Griechenland ist das Fahren mit Abblendlicht sogar bei Strafe verboten, ausgenommen sind Fahrzeuge mit automatischem Tagfahrlicht. Bei schlechten Sichtverhältnissen gilt aber generell Lichtpflicht.

Rote Kennzeichen in Slowenien/Kroatien? Ja, aber ...

Die roten Kennzeichen (z.B. am Radträger) werden in Slowenien und Kroatien anerkannt. Zusätzlich ist aber auch das internationale Unterscheidungskennzeichen (das "A- Pickerl") erforderlich. Dieses muss genauso klar sichtbar neben dem roten Kennzeichen angebracht werden.

Brauchen Lenker über 65 Jahren in Tschechien ein Gesundheitszeugnis?

Ja, aber: diese Bestimmung bezieht sich ausschließlich auf Lenker mit einem tschechischen Führerschein. So muss sich der Führerscheinbesitzer regelmäßig einer ärztlichen Untersuchung (frühestens sechs Monate vor Erreichen des 65. Lebensjahres) unterziehen. Nach dem 68. Lebensjahr muss die Untersuchung alle zwei Jahre erfolgen. Ist man ohne Gesundheitszeugnis unterwegs, riskiert man eine hohe Geldstraße und den Verlust von fünf Punkten oder man kassiert ein einjähriges Fahrverbot.

Strenge Gewichtskontrolle in Serbien

Ein Fehlen der notwendigen Führerscheinklasse "BE" bei der Beförderung eines Wohnwagens stellt ein Verwaltungsdelikt dar und zieht eine Geldstrafe zwischen RSD 100.000 - 120.000 (das sind ca. 850 Euro) nach sich.
Quelle: Österreichische Botschaft Belgrad

Information zur Führerscheinklasse: BE und C96

 

 

Alle Infos beim ARBÖ-Informationsdienst

Telefon: 050-123-123 oder id@arboe.at