2019: Was alles neu ist

Die Zukunft steht bereits vor unserer Tür. Das freihändige Fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen ist keine Science-Fiction Idee mehr, denn 2019 ist genau das mit einem integrierten Autobahnpiloten erlaubt, genauso wie das Einparken mithilfe von Einparkpiloten. Da das System im Notfall jedoch deaktiviert werden muss, muss sich der Fahrer weiterhin in unmittelbarer Nähe befinden.

Fahrschülerinnen und Fahrschüler haben es jetzt auch nicht mehr so leicht, denn aufgrund zahlreicher erwischter Schummler mit Minikamera und Headset, wird das Schummeln nun mit einer Sperre geahndet. Wer erwischt wird, muss neun Monate bis zum nächsten Prüfungstermin abwarten. Die Möglichkeit, die Prüfung auf türkisch abzuhalten ist auch nicht mehr möglich, und ab April wird die Theorieprüfung für den Mopedschein am Computer absolviert.

Die Rettungsgasse hatte lange Zeit Anfangsschwierigkeiten und auch heute funktioniert sie noch nicht ganz reibungslos. Manche "Kavaliere" nutzten die Rettungsgasse auch für sich selbst wodurch sie die Rettungsfahrzeuge behinderten. Daher wird nun das Befahren der Rettungsgasse zum Vormerkdelikt und kann mit bis zu 2.180 Euro geahndet werden. Dies gilt auch für einspurige Kraftfahrzeuge.

In Linz beginnts. Der Pilotversuch "Rechts abbiegen bei Rot" soll vorraussichtlich am 1. April starten und zwar an drei Linzer Kreuzungen:

• Weißenwolffstraße / Garnisonstraße / Derfflingerstraße /Nietzschestraße
• Wiener Straße / Ennsfeldstraße
• Dornacher Straße / Johann-Wilhelm-Klein-Straße

Die Teststrecken für Tempo 140 werden, nachdem die Tempoerhöhung bereits auf dreispurigen Autobahnen getestet wurde, nun auch auf zweispuren Strecken ausgeweitet. Um welche Strecken es sich hier genau handelt ist jedoch noch nicht bekannt.

Was ändert sich im Ausland?

Nicht nur in Österreich muss man sich auf Änderungen einstellen, auch im Ausland gibt es wieder einiges zu beachten. Um die Luftverschmutzung einzudämmen wurden die Regeln in einigen europäischen Städten verschärft. Deutschland führte bereits mehrfach Umweltzonen ein, 2019 folgen nun auch einige Dieselfahrverbote.

Ab April ist London mit ihrer "Ultra Low Emission Zone" dran. Ältere, emissionsreichere Fahrzeuge müssen eine Tagesgebühr zahlen wenn sie durch die Innenstadt cruisen wollen, natürlich zusätzlich zur bestehenden City Maut.

Paris geht gleich aufs Ganze: Die Umweltzone befasst mit Juli 2019 den gesamten Großraum Paris, abgegrenzt vom äußeren Autobahnring A86.

Madrid ging bereits 2018 diesen Schritt, denn die ganze Stadt ist eine permanente Umweltzone. Durchfahren darf man nur mit der spanischen Umweltplakette "Distintivo Ambiental". Ausländische Fahrzeuge haben aber sowieso keinen Zugriff auf diese Plakette, also lieber auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.

Auch die italienische Stadt Mailand will sich anschließen und mehr auf die Umwelt achten. Die Zufahrtsbeschränkungen wurden deutlich erweitert. Italienische Autofahrerinnen und Autofahrer mit Kindern können durchatmen, sofern sie alarmgesicherte Kindersitze mit sich führen. Das soll Eltern daran hindern ihre Kleinsten im Fahrzeug zu vergessen, uns betrifft das aber (noch) nicht.

Leichter wird es für Lenkerinnen und Lenker auf der Verbindung von Graz über Maribor bis Zagreb, denn das letzte Teilstück der slowenischen Autobahn A4 bis zur kroatischen Grenze wurde nun für den Verkehr freigegeben. Die nächste Fahrt in den Süden wird somit um einiges angenehmer und kürzer.

Welche Autos dies genau betrifft kann hier www.arboe.at/infos/reisen-und-verkehr/umweltzonen-in-europaeischen-staedten/ detailliert nachgelesen werden.
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