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Redaktion Camping- und Caravaningclub Austria – CCA
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Montenegro: Schöne Unbekannte

Noch viele wunderschöne ruhige Plätze: Camping Morinj.
Malerisches altes Kotor.
Prächtiger Anblick auf Kotor und die Wasserlandschaft.
Exklusivstes Strandvergnügen: Sveti Stefan.
Auch in Montenegro hat die Exklusivität ihren Preis. Fotos: Hell

Unsere Mitglieder Silvia und Reinhard Hell aus Wien-Donaustadt hatten nicht nur tolle Erfahrungen in dem Fast-Neuland für Touristen, sie schrieben für uns auch einen fantastischen Reisebericht! Wir bedanken uns bei ihnen – wie bei allen LeserreporterInnen –mit einem kleinen Präsent.

Von Dubrovnik kommend fahren wir  auf der  Straße 8 Richtung Montenegro. An der Grenz muss man sich auch bei wenig Verkehr auf Wartezeit einstellen. Neben Reisepass werden alle Fahrzeugdokumente – Zulassungsschein, Grüne Versicherungskarte (Montenegro muss vermerkt sein!) – verlangt. Dies gilt natürlich auch für Anhänger bzw. Wohnwagen.

Nach einer freundlichen, aber bestimmten, Grenzkontrolle geht es weiter nach Herzeg Novi in der Bucht von Kotor. Nach dem Grenzübergang werden die Straßen merklich schlechter. Wenn auch in Herzeg Novi an der Hauptstraße intensiv an einem neuen Belag gearbeitet wurde, so empfiehlt es sich bei der Reise Planung eine wesentlich geringere Durchschnittsgeschwindigkeit vorzusehen, als auf den Hauptdurchzugstrassen in Kroatien.

Wir steuern den ersten Campingplatz an, der in vielen Campingführern angeführt wird  Camping Zlokovic (Kamenari 2  GPS: N 42-27-26  O 18-39-49). Zwischen Hauptstraße und schmaler Uferstraße gelegener Terrassenförmigen Platz. Zum Strand geht man über die schmale Uferstraße. Der Strand besteht aus einer betonierten schmalen Liegefläche. In der Nähe befindet sich auch eine Werft die nicht gerade attraktiv ist. Schaut man jedoch in Richtung der hinteren Bucht von Kotor erkennt man bereits die Schönheit dieser Landschaft.

Nachdem zum Zeitpunkt unserer Ankunft der Platz bereits übervoll war, eine Deutsche Campingreisegruppe hatte sich hier breit gemacht,  mussten wir weiterfahren. Der Campingplatz Besitzer war bei der Beratung diverser Alternativen sehr hilfreich und so sind wir dann noch einige Kilometer weiter der Küstenstraße E65  gefolgt und haben in Morinj einen Camping Platz gefunden der seines Gleichen sucht. 42-29 12,98 N, 18-39-7,67 O

Der Campingplatz mit ca. 20 Stellplätzen, liegt an einem Süßwasser Teich der direkt von Quellen der umliegenden Berge gespeist wird. Dementsprechend kalt ist auch das Wasser 11 GRD C im Juni. Ca. 100 Meter entfernt, über die Uferstraße,  liegt der Strand in der Bucht von Kotor der auch öffentlich zugänglich ist. Der Campingplatz verfügt weiters über eine Slippanlage für kleinere Boote und 4 Boots Liegeplätze. Über einen schmalen Kanal kommt man mit dem Boot direkt in die Bucht von Kotor und kann dort die Bucht vom Wasser aus erkunden. Freies WLAN ist am Platz selbstverständlich!
Die Sanitäranlagen sind gewöhnungsbedürftig - wirklich Warmwasser und eine englische Toilette gibt es am Platz nur einmal. Der Schlüssel ist versteckt. Jedem Gast wird aber gleich bei der Ankunft das Versteck verraten.

Für Feinschmecker befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Platz eines der besten Fischlokale in Montenegro – Natürlich hat hier auch alles seinen Preis! Wem dies zu exklusiv ist, der kann ca. 300 m entlang der Küstenstraße in ein kleines, ebenfalls an einem kleinen Fluss gelegenes Restaurant pilgern.
Der Platz ist ein idealer Ausgangspunkt um die Bucht von Kotor zu erkunden und zum Erkunden gibt es wahrlich viel.

Bucht von Kotor

Wir fahren über die Küstenstraße Richtung Kotor. Von vielen kleinen Parkplätzen hat man einen wunderbaren Blick auf die Inseln Sveti Dorde und Gospa od Skrpjela.

Von Perast mit einer netten Altstadt fahren kleine Ausflugsboote zu den Inseln Sveti Dorde und Gospa od Skrpjela. Zugegeben hier war bereits im Juni  viel los – wie wird das erst im Juli/August sein?
Von der Küstenstraße nach Kotor gibt es unendlich viele Aussichtspunkte  und man könnte sich dumm Fotografieren. Die Bucht umgeben von ca 1000 Meter hohen Bergen ist einfach beeindruckend.
Auch Kotor ist unbedingt einen Besuch wert. Schmale Gassen mit  vielen kleinen Läden – so wie man sich eine Altstadt vorstellt – einfach zum „ Versumpern“  Auffallend sind sicherlich die äußerst hübschen Verkäuferinnen in den Läden, die zum Besuch des Geschäfts einladen.

Rundfahrt nach Budva, Sveti Stefan und über die Berge zurück

Wir nehmen die Fähre von Kamenari nach Lepetani und fahren über die E 65 Richtung Budva. Bei der Fähre gibt es kaum Wartezeit und die Überfahrt dauert ca. 15 Minuten. Danach geht es vorerst durch Industriegebiet mit einer Vielzahl von Geschäften.

In Budva schlägt der Massentourismus wieder zu! Die Strände erinnern an die obere Adria mit unendlich vielen Schirmen. Die Altstadt von Budva (Bild) ist aber wieder einen Besuch wert. Unbedingt sollte man die Altstadt einmal auf der Stadtmauer umrunden. Entlang dem Hafen gibt es vor und hinter der Stadtmauer viele kleine Restaurants die zu einer Pause einladen.

Wir fahren weiter auf der E65 Richtung Süden nach Sveti Stefan. Hier wurde offensichtlich Geld abgeschafft. In einer riesigen frei zugänglichen Parklandschaft findet man Luxushotels, die man hier sicherlich nicht erwartet. Die Altstadt von Sveti Stefan liegt auf einer kleinen Insel welche nur durch einen schmalen Fahrweg erreichbar ist. Die gesamte Altstadt wurde zu einem Hotel umgebaut und man darf sie nur dann betreten, wenn man auch Gast in diesem Hotel ist. Bei Nächtigungspreisen jenseits der Euro 1000,- pro Person und Nacht versteht sich, wird der Besuch wohl nur einigen wenigen vorbehalten bleiben. Auch Am Strand ist der Luxus deutlich zu spüren mit Preisen von Euro 75,- pro Tag  für einen Schirm und zwei Liegen hat man praktisch den Strand für sich alleine.

Wie auch immer: einen Besuch ist diese Gegend unbedingt wert, denn die Buchten mit der vorgelagerten Insel und die äußerst gepflegte Parklandschaft sind sehenswert.

Wir fahren wieder zurück nach Budva und biegen am Ortsanfang Richtung Cetinje ab. Die Straße führt uns auf ein ca. 800 m hoch gelegenes Plateau. Von der Straße hat man übrigens wieder einen atemberaubenden Blick über Budva und die vorgelagerte Insel. Die Landschaft erinnert langsam an die Österreichischen Alpen.

Von Cetinje (der ehemaligen Hauptstadt von Montenegro), welche aufgrund der vielen alten Botschaftshäuser auch in manchen Reiseführern als Freilichtmuseum bezeichnet wird, fahren wir Richtung Kotor weiter. Ab hier lernt man die Bedeutung des Begriffes „auf Sicht fahren“ kennen. Eine schmale sehr Kurvenreiche Straße führt uns durch die Berglandschaft über ca. 1200 m hohe Pässe. Rund um Kopito (Bild)wird der berühmte Pršut (Luftgetrockneter Schinken) hergestellt. Neben der Straße gibt es viele kleine Verkaufsläden wo man diesen Prsut kosten und natürlich kaufen kann. Es empfiehlt sich lieber mehr davon zu nehmen, denn beginnt man einmal diesen luftgetrockneten  Schinken zu essen, wird er bald zu wenig!
Jetzt folgt der aufregendste und zugleich schönste Teil der Rundfahrt – Die Fahrt hinunter nach Kotor. Man kurbelt sich über 32 Kehren von 1000 m Seehöhe auf Meeresniveau. Die Straße ist gut ausgebaut – in Österreich wäre das sicher eine Mautstraße – und bietet einen gigantischen Ausblick über die Buchten von Kotor. Man sieht praktisch von der Adria über die Äußere Bucht bis zur Inneren Bucht – ein unvergesslicher Anblick!

In Kotor wieder angekommen umrunden wir wieder die Bucht an der Norduferstraße und fahren zurück zu unserem Camping Platz.

Rückreise Richtung Kroatien

Wir fahren Richtung Herzeg Novi, nehmen aber dann nicht den Grenzübergang auf der E 65 sondern den kleinen Grenzübergang südlich von Herzeg Novi auf der Straße 516. Auch hier die Üblichen Grenzformalitäten mit allen Papieren sowohl auf Montenegrinischer als auch auf Kroatischer Seite einziger Unterschied – wir hatten kaum Grenzverkehr und waren praktisch alleine an der Grenze.

Fazit

Montenegro ist auch einen Kurzbesuch wert. Man spricht Englisch oder Deutsch, Die Währung ist der Euro und man ist äußerst hilfsbereit und freundlich. Selbst an der Grenze hatte man trotz der Formalitäten nie das Gefühl dass man nicht willkommen ist. Preislich ist Montenegro nicht unbedingt das extrem billige Urlaubsland, man kennt die in Europa üblichen Marktpreise und in den Tourismusgebieten kann man mit Preisen, die ein wenig unterhalb dieser liegen, rechnen.