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Japan: Partielle Reisewarnung 14.03.2011

Der Nordosten der Insel Honshu, der größten Insel Japans, wurde am Freitag, 11. März, von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einer verheerenden bis zu 10 Meter hohen Tsunami-Welle heimgesucht.


Dem verheerenden Erdstoß, dessen Epizentrum 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich von Tokyo lag, folgen unterdessen zahlreiche Nachbeben. Nach Meinung von Experten könnten diese Nachbeben Monate andauern.

 

Die Schäden durch das Erdbeben und dem Tsunami sind immens. Ganze Landstriche wurden verwüstet. Tausende Menschen kamen dabei ums Leben. In einem Atomkraftwerk nahe Fukushima (350 Kilometer nördlich von Tokyo) kam es zu Explosionen. Der Betreiber und die Behörden haben die Lage in zumindest 3 der 8 Reaktorblöcken nicht mehr unter Kontrolle. Die Befürchtung wächst, dass eine Kernzschmelze bevorsteht oder zumindest größere Mengen Radioaktivität austreten könnten. Mindestens 500.000 Menschen in der unmittelbaren Umgebung der Kraftwerke wurden evakuiert. Der Sperrkreis von rund 20 Kilometer könnte jederzeit erweitert werden.

 

Auch in anderen Landesteilen geht die Angst um. Zudem drohen Versorgungsengpässe, da besorgte Bürger die Supermärkte und Tankstellen leer kaufen. In Tokyo und anderen Städten wird inzwischen zeitweise der Strom abgestellt, da auch andere Kernkraftwerken auf Grund von Problemen mit der Kühlung oder aus Sicherheitsgründen heruntergefahren und vom Stromnetz genommen wurden.

 

Das österreichische Außenministerium und das deutsche Auswärtige Amt haben für den Nordosten von Honshu eine partielle Reisewarnung ausgesprochen. Deutschen und Österreichern, die sich dort aufhalten, wird empfohlen die betroffene Region zu verlassen. Von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Japan wird dringend abgeraten. Weiteres raten beide Ministerien allen Deutschen und Österreichern, insbesondere Familien mit Kindern im Großraum Tokyo/Yokohama, vorübergehend aus Japan auszureisen oder den besagten Großraum zu verlassen. Den Anweisungen der lokalen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

 

Für weitere Auskünfte ist das österreichische Außenministerium unter der Telefonnummer 0043/(0)50 1150 4411 erreichbar. Für allgemeine Anfragen rund um die Probleme im Kernkraftwerk Fukushima hat das Innenministerium unter der Nummer 0043/ (0) 59 133 9500 ein Call Center eingerichtet. Das deutsche Auswärtige Amt hat eine Hotline unter +49 (0) 30 5000 3000.