Auf die richtige Vorbereitung kommt‘s an

Der Urlaub mit Reisemobil und Wohnwagen wird immer beliebter. Doch ganz gleich, ob für den kurzen Wochenendtrip oder die lange Fernreise: Nur wer sein Reisemobil und seinen Wohnwagen richtig vorbereitet, kommt auch sicher ans Ziel. Die Caravanprofis von Knaus Tabbert haben wichtige Informationen zusammengestellt.

Hochwertige Fahrzeuge wie die von Knaus Tabbert machen jede Reise zum entspannten Erlebnis. Doch nur wer sein Reisemobil und seinen Wohnwagen richtig vorbereitet, kommt auch sicher ans Ziel. Foto: Knaus Tabbert

Gefahrenquellen kennenBei älteren Reisemobilen sind Defekte an der Licht-, Brems- und Abgas anlage sowie den Reifen die am häufigsten vorkommenden Mängel. Oft sind sie mit Reinforced-Reifen (verstärkte Flanken) oder C-Reifen (verstärkte Lauffläche) ausgerüstet. Wichtig dabei: Die Bereifung muss einheitlich sein. Außerdem brauchen diese Commercial-Reifen einen höheren Luftdruck, sonst können sie im Extremfall platzen. Reisemobilisten sollten den Reifenfülldruck also auf jeden Fall regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls gemäß den Angaben in der Bedienungsanleitung korrigieren.

Zu den häufigsten Mängeln bei Wohnwagen älterer Baujahre zählen Defekte an den Bremsen und beim Licht. Hinzu kommen oft Probleme an Deichsel, Stützrad, Abreißseil oder Zugkugelkupplung, marode Leitungen und Korrosionsschäden. Im Vergleich zu Reisemobilen werden Caravans in der Regel weniger häufig bewegt. Lange Standzeiten, gerade bei Dauercampern, verursachen auch entsprechende Standschäden. Zum Beispiel an den Reifen. Für sie schreibt der Gesetzgeber außerdem eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor, besser und vor allem sicherer sind jedoch drei Millimeter. Auch dürfen sie nicht zu alt sein, bei Caravans mit 100-km/h-Zulassung maximal sechs Jahre. Eine Faustregel, die man bei allen Wohnwagen berücksichtigen sollte. Aufschluss über das Reifenalter gibt die sogenannte DOT-Nummer auf den Flanken: Die vierstellige Zahl steht für die Kalenderwoche und das Jahr der Produktion.

Beispiel: 0313 für dritte KW im Jahr 2013. Bei Reisemobilen und Wohnwagen muss die Gasanlage regelmäßig geprüft werden. Und auch das Gewicht spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nehmen wir ein Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern mietet sich zum ersten Mal ein Reisemobil. Da kommt schnell Einiges an Gepäck zusammen. Gerade Neulinge verlieren jedoch beim Beladen gern das zulässige Gesamtgewicht und damit die erlaubte Zuladung aus den Augen. Wer überladen erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Außerdem ist die Fahrsicherheit gefährdet.

Tipp

Vor der Fahrt mit dem Reisemobil oder dem Wohnwagen auf eine öffentliche Waage fahren und das Gewicht kontrollieren. Entsprechende Adressen gibt's im Internet. Leichtes gehört beim Beladen nach oben, Schweres nach unten. Motorölstand und Reifendruck müssen stimmen, also vor Fahrtantritt kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. Auch die komplette Beleuchtung muss funktionieren. Falls nötig, den Gasvorrat auffüllen und die Bordbatterie aufladen. Wer mit dem Reisemobil fährt, sollte den Frischwassertank meist nur mit maximal 10 Litern (abhängig vom Fahrzeug) fluten und ihn dann erst auf dem Stell- oder Campingplatz voll auffüllen. In die Toilettenkassette gehören für unterwegs zwei bis drei Liter Wasser und Sanitärflüssigkeit.

Was oft vergessen wird

Kabeltrommel plus CE-Adapter.

In jedem Fall gilt: Richtige Planungmacht den Urlaub schöner - auch die Stellplatzsuche, denn mit dem Reisemobil darf man nur auf entsprechend ausgewiesenen Plätzen übernachten. Stellplatz-Datenbanken im Internet helfenbei der Suche.