Betrüger bieten jetzt auch Wohnmobile an

Die Polizei warnt vor aktuellen  Internet-Betrügereien   mit Fahrzeugen. Vor zwei Wochen wollte  ein Tiroler vergeblich  einen Traktor kaufen, jetzt  locken unglaublich  günstige  Wohnmobile.  Auch zwei Pkw-Angebote entpuppten sich als Betrugsversuch.

Mehrere Fälle beschäftigen derzeit die Tiroler Polizei. Anfang März langten zwei Betrugsmeldungen ein. Auf der Internetplattform autoscout.at wurden zwei besonders günstige Pkws angeboten. Der Anbieter bot von sich aus eine Abwicklung über ein Treuhandkonto an und wies sich selbst mit einem .ebay-Käuterschutz" aus. Das Treuhandkonto erwies sich als ebenso gefälscht wie der .ebay-Käuferschutz". Zu besichtigen wären die Pkws in Dänemark, das .Treuhandkcnto" befand sich in Italien.

Etwa zur gleichen Zeit fiel einem Tiroler ein weiterer mutmaßlicher Betrugsversuch in einem Bezirksblatt auf. Zwei neuwertige hochwertige Wohnmobile wurden um weniger als 10.000 Euro angeboten. Die Wohnmobile waren angeblich in Polen abgestellt, der Verkäufer bot ebenfalls an, das Geschäft über eine Treuhand-Transportfirma abwickeln zu lassen. Wie die persönlichen Nachforschungen des Tirolers schließlich ergaben, existierte die angebotene Treuhandfirma gar nicht.

Mögliche  Erkennungsmerkmale

Skepsis sollte geweckt sein, so Hans-Peter Seewald von der Kriminalprävention am Landeskriminalamt, wenn Angebote "unglaublich günstig" scheinen. Oft befänden sich die angebotenen Fahrzeuge auch im Ausland, so dass sie nicht besichtigt werden können. Als dritten Hinweis auf unsaubere Geschäfte nannte Seewald gegenüber tirol.ORFat, wenn ein Inserat, egal ob online oder in Zeitungen, auf Deutsch formuliert sei, die Kommunikation dann anschließend aber auf Englisch stattfinde. Zu hinterfragen sei weiters, wenn die Zahlung über ein Geldtransfer-Unternehmen wie z.B. Western Union erfolgen soll.

Auch erste Hilfe über das Internet

Die Polizei verweist in diesem Zusammenhang auf eine Homepage, auf der alle aktuellen Betrugsmaschen aufgelistet sind. Die unabhängige Informationsplattform Watchlist Internet.at  bietet einen Überblick über viele der neuen und alten Online-Fallen, gängige und ausgefallene Fälschungen, Schadsoftware, Auto- und Liebesbetrug und weitere Themen. Die Polizei als Kooperationspartner publiziert laut Seewald aktuelle Betrugsmethoden auf dieser Seite.

Über einfache Google-Suchen, so Seewald weiter, könnten mögliche Kaufinteressenten z.B. auch selbst kontrollieren, ob es das Unternehmen, das Fahrzeuge anbietet, überhaupt gibt und ob es in Handelsregistern eingetragen ist. Auch die Wirtschaftskammer und der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer, so Hans-Peter Seewald von der Kriminalabteilung, seien 'hier mit Auskünften behilflich.

Link: Mann ging Traktor-Betrügern auf den Leim