Der VÖC informiert

Das cca-journal bietet dem VÖC regelmäßig Gelegenheit, über seine Aktivitäten und Anliegen zu informieren. Viele der VÖC-Wünsche sind auch Wünsche unserer Mitglieder.

Wie umweltfreundlich ist ein Reisemobil?

Betrachtet man die Emissionswerte für Dieselfahrzeuge, so sieht man ganz klar, was sich bei der Reduktion der Abgaswerte in den letzten Jahren getan hat.

Bei einem Fahrzeug der Euro-Abgasklasse 1 / Baujahr 1993 – 1996 / lag der Grenzwert für  CO / Kohlenmonoxid noch bei 3160 mg/km. Bei einem neuen Fahrzeug der Euro-Abgasklasse 5 ist der Höchstwert 500 mg/km.
Oder die Partikelmasse / PM (Feinstaub): Hier gibt es eine Reduktion von 180mg/km (Klasse 1) auf 4,5 mg/km bei Neufahrzeugen. Das bedeutet 40x weniger Feinstaub. Addiert man die Grenzwerte von CO, HC+NOx (Summe der Kohlenwasserstoffe und Stickstoffoxide) und PM (Partikelmasse) so ergibt das bei einem Fahrzeug der Abgasklasse 1 4470 mg/km und bei einem Neufahrzeug der Abgasklasse 5 / 735 mg/km.
Anders dargestellt: Bei einem Gesamtausstoß von 3.675g kommt ein Fahrzeug der Abgas-klasse 5 auf eine Reichweite von 5.000 km. Ein Klasse 1 Fahrzeug kommt auf 822 km.  
Eigentlich sollte für ein neues, umweltfreundliches Fahrzeug ein Bonus fällig werden. Diese Forderung wurde aber vom Finanzministerium abgewiesen.

Folgende Zusatzausstattungen sind aber jetzt, bei Neufahrzeugen, von der NoVA befreit:
Heckleiter, Dachkoffer, Kofferklappe, Zusatzfenster, Elektr. Einstiegstufe, Sonnenmarkise, Wohnraum – Klimaanlage, Satanlage mit TV, Solaranlage mit Batterie, Sicherheitsschlösser, Stabilisierungsstützen, Außendusche, Safe, SOG – Entlüftung, Gassteckdose, Gasflaschen – Umschaltanlage, Isoliermatten, Isoliervorhänge, Insektenschutz, Aufpreis für verbesserte Ausstattung im Wohnbereich: Duschausbauten, Lederausstattung, größerer Kühlschrank, stärkere Heizung, Zusatzdachlüfter, Zusatzbeleuchtung, Zusatzbett, Zusatzheizung, Zusatz- klappen, -steckdosen, -verkabelungen, Backofen, Mikrowelle, Rollos, Staubsaugeranlage  und Stromgenerator.
Diese Ausstattungsteile müssen aber getrennt in Rechnung gestellt werden.

VÖC – Verband Österreichischer Caravanhändler
August 2014

Neues Regelwerk in der EU


Von den Mitgliedsstaaten der EU wurde ein Regelwerk geschaffen, damit in der gesamten Gemeinschaft einheitliche Vorschriften gelten und ein hohes Maß an Verkehrssicherheit und Umweltschutz gewährleistet ist. Dieses Regelwerk ist die Verordnung EG Nr. 661/2009 des Europäischen Parlamentes und des Rates und betrifft auch Wohnanhänger und Reisemobile.

Fahrzeuge sollten so konstruiert, gefertigt und zusammengebaut werden, dass die Verletzungsgefahr für Insassen und andere Verkehrsteilnehmer möglichst gering ist. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, die Hersteller zu verpflichten, sicherzustellen, dass ihre Fahrzeuge den einschlägigen Vorschriften dieser Verordnung und ihrer Durchführungsmaßnahmen entsprechen.

Dazu gehören u. a. die Vorschriften über die Festigkeit der Fahrzeugstruktur, über Systeme, die die Kontrolle des Fahrers über das Fahrzeug unterstützen, über Systeme, die dem Fahrer Sicht auf die Straße ermöglichen und ihn über den Zustand des Fahrzeugs und die Beschaffenheit des Fahrzeugumfelds informieren, über Beleuchtungseinrichtungen, über Insassenschutzsysteme, über die Fahrzeugaußenseite und Zubehörteile sowie die Vorschriften für Fahrzeugmassen und Abmessungen, Reifen und Fahrerassistenz-systeme sowie verschiedene weitere Einrichtungen.

Außerdem sollte gegebenenfalls die Einhaltung der besonderen Vorschriften für Fahrzeuge und Anhänger zur Beförderung bestimmter Güter und für Omnibusse sicher gestellt werden.

Damit die neuen Standards auch eingehalten werden, wird es ab dem Stichtag 1.11.2014 nicht mehr möglich sein ein älteres Fahrzeug bei der Zulassungsstelle anzumelden.Informationen dazu erhalten Sie bei der zuständigen Landesprüfstelle.

TIPP des Händlerverbandes: Diesen Termin nicht verpassen!