Zelteln wird (wieder) immer beliebter

Zeltstadt-Gründer: Sabina und Gerwald Wessely, Experten mit viel eigener Erfahrung. Foto: zeltstadt.at

Entweder man liebt es, oder man hasst es: das Reisen mit/im Zelt. Für die einen höchster Gipfel der Romantik, mit Direktaussicht auf den weiten Sternenhimmel, für die anderen unbequemes Liegen am Schnittpunkt zweier Ameisenstraßen bei beständigem Tropfen des Regenwassers.
Heutzutage muss Zelteln längst nicht mehr Arme-Leute-Urlaub sein. Immer mehr WoMo- oder Caravan-Fahrer erweitern mittels Zelt ihr rollendes Wohnzimmer. Ganz zu schweigen von den Boots- oder Bikerfreunden, die dank hochwertiger Materialien in Kürze ein sicheres Dach über dem Kopf aufschlagen.

„Zelten ist wieder im Kommen“, wissen Sabina und Gerwald Wessely, Profis in Sachen Zelt. Dabei reicht die Preis- und Produktpalette von 65 Euro bis unendlich, ebenso die Möglichkeit an Größen und Formen. Wissen sollte man daher vor dem Kauf, was man ungefähr mit seiner tragbaren Behausung anstellen möchte.

Fahren Sie eher mit „Zimmer – Küche – Kabinett“ zum Campen oder wollen Sie jeden Tag an einem anderen Ort campieren? Haben Sie vor, Ihre Ausrüstung selbst mehrere Stunden zu tragen, so muss alles in eine Radsatteltasche passen. Oder Sie fahren ohnehin mit dem Auto direkt zum vorbestellten Campingplatz – dann darf es schon ein luxuriöses, geräumiges Exemplar sein.

Tipps der Zelt-Experten

Bei längerem Aufenthalt sind Zelte aus Baumwolle oder sogenannter Technischer Baumwolle (Baumwoll-Polyestermischung) wegen des besseren Raumklimas jenen aus reinem Polyester vorzuziehen. Dafür sind diese Zelte schwerer und müssen unbedingt vor dem Einpacken gut trocken sein.  In diesen Ausführungen gibt es richtige „Familienlodges“, in denen neben der ganzen Familie auch Tisch und Bänke reichlich Platz haben. Mit fix eingezippten Böden und vielen Ordnungsfächern lässt es sich darin schon einige Wochen gut leben.

Bei einem Urlaubsaufenthalt im Zelt sollte man jedenfalls nicht unbedingt bei der Anschaffung sparen: was nützt einem der schönste Campingstrand, wenn die Bora schon am zweiten Urlaubstag das Zelt (und damit die Ferienträume) ins Meer weht!

Wird das Zelt nur einmal für ein Wochenende im Jahr gebraucht oder nur tageweise campiert, empfehlen sich schnell aufzubauende Tunnelkonstruktionen, die noch immer genug Platz bieten, auch an einem verregneten Wochenende im Trockenen zu sitzen.

Noch spartanischer wird die Ausstattung, wenn das Zelt für den aktiven Wanderurlaub am Rücken getragen wird oder für den Biker in die Satteltasche passen muss. Dann sind Kriterien wie Gewicht und Packmaß entscheidend.  Ganz leichte und trotzdem reißfeste und sturmstabile Zelte haben dann schon ihren Preis.

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