Achtung – neue Bestimmungen 2013

Neue Einreisebestimmungen für Hunde in Norwegen

Die Mitnahmebedingungen für Hunde nach Norwegen haben sich mit 1. Mai 2013 geändert. Von den Änderungen betroffen ist die Behandlung gegen den Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis).

Seit Mai müssen die Hunde 24 bis 120 Stunden vor dem Grenzübertritt gegen Bandwurmbefall behandelt werden, z.B. mit den Wurm-Mitteln Praziquantel oder Epsiprantel. Alternativ werden regelmäßige Behandlungen im Abstand von maximal 28 Tagen anerkannt, wobei vor der Einreise mindestens zwei und während des Norwegen-Aufenthalts weitere Behandlungen in diesen Intervallen durchzuführen sind. Alle Behandlungen müssen von einem Tierarzt durchgeführt und im EU-Heimtierausweis dokumentiert werden.

Bislang mussten Hunde innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise und innerhalb von 7 Tagen nach der Einreise gegen Bandwurm behandelt werden. Dabei machte es einen Unterschied, ob die Einreise über Schweden oder über ein anderes EU-Land erfolgte.

Neben der Bandwurm-Behandlung sind der EU-Heimtierausweis und die Markierung des Hundes mit Chip oder Tätowierung sowie eine gültige Tollwut-Impfung notwendig. Für einige Hunderassen besteht ein Mitnahmeverbot.

Änderungen im Reiseverkehr nach Kroatien durch den EU-Beitritt

Kroatien wird ab 01.  Juli der 28. Mitgliedsstaat der Europäischen Union.
Nachfolgend haben die Verkehrsexperten des ARBÖ einen kurzen Überblick über die Änderungen zusammengestellt:

Grenzkontrollen bleiben

Der Beitritt zur EU bedeutet nicht automatisch einen Beitritt zum Schengener Abkommen über den freien Personenverkehr.  An den kroatischen Grenzen zu den Schengen-Staaten Slowenien und Ungarn finden daher auch weiterhin Personenkontrollen statt. Ebenso müssen Flugreisende, die auf kroatischen Airports landen, die Pass- beziehungsweise Ausweiskontrolle hinter sich bringen. Für österreichische Staatsbürger genügt für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ein Reisepass, der bis zu 5 Jahre abgelaufen sein darf oder ein gültiger Personalausweis.

Freier Warenverkehr

Die bisherigen, sehr strengen, Beschränkungen für die Ein- und Ausfuhr von Gebrauchsgütern für den persönlichen Bedarf fallen weg. Hier greifen nun die innerhalb der EU gültigen Bestimmungen. Im privaten Reiseverkehr innerhalb der EU dürfen Lebens- und Genussmittel zum eigenen Verbrauch unbegrenzt mitgeführt werden. Bei einigen Erzeugnissen gibt es Richtmengen zur Abgrenzung zwischen privatem und gewerblichem Bedarf:

800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Rauchtabak, 10 l Spirituosen, 20 l andere alkoholische Getränke bis 22 Prozent Alkoholgehalt, 90 l Wein (davon max. 60 l Schaumwein) und 110 l Bier.
Bei Mitnahme von größeren Mengen muss im Fall einer Stichprobenkontrolle durch die Finanzbehörden glaubhaft gemacht werden, dass die Waren tatsächlich nur dem persönlichen Bedarf dienen.

Für Tierbesitzer, die bei ihrem Kroatien-Urlaub nicht auf ihren vierbeinigen Liebling verzichten wollen, ändert sich mit dem EU-Beitritt nichts. Erforderlich ist der EU-Heimtierausweis. In diesem muss die Identitätskennung durch Mikrochip oder Tätowierung sowie eine  gültige Tollwut-Impfung eingetragen sein. Im Land gilt Leinenzwang. Kampfhunde benötigen einen Maulkorb. Wer mit seinem Hund oder seiner Katze aus einem Nicht-EU-Land nach Kroatien will (auch Durchreise!), muss bedenken, dass hiervon abweichende Bestimmungen gelten können.

Europäische Krankenversicherung

Mit 1. Juli wird die e-card in Kroatien anerkannt. Ein Urlaubskrankenschein wird nicht mehr benötigt. Der ARBÖ rät dennoch zu einem zusätzlichen Auslands-Krankenschutz (zum Beispiel in Form des ARBÖ-Sicherheits-Passes oder des ARBÖ-Freizeit-Sicherheits-Passes oder der ARBÖ-Auslands-Reisekrankenversicherung), da erfahrungsgemäß speziell kurz nach dem Beitritt die Akzeptanz der e-card nicht bei jedem Arzt oder jedem Krankenhaus gegeben sein wird.

Regulierung von Verkehrsunfällen

Die außergerichtliche Regulierung von Kfz-Unfällen in Kroatien, an denen ein dort zugelassenes Kfz beteiligt ist, kann künftig nach Maßgabe der Vorgaben der EU-Kraftfahrzeughaftpflichtrichtlinie (Richtlinie 2009/103/EG) auch über einen Schadenregulierungsbeauftragten in Österreich erfolgen. Die Mindestdeckungssummen werden an den EU-Standard angepasst.

Vollstreckung von Geldstrafen

Im Rahmen des EU-Beitritts muss auch Kroatien den EU-Rahmenbeschluss zur Vollstreckung von Geldstrafen umsetzen. Künftig können damit auch von kroatischen Behörden verhängte Bußgelder aus Straßenverkehrszuwiderhandlungen in Österreich vollstreckt werden.

EU-Fluggastrechte

Flugreisende von und nach Kroatien sind nun besser geschützt, wenn ein Flug wegen Überbuchung, Streik oder Naturkatastrophe verspätet stattfindet oder ganz ausfällt. Für sie gilt jetzt auch die EU-Fluggastrechte-Verordnung.

Die wichtigsten Infos zu Türkei-Reisen

Auch heuer werden wieder viele Österreicherinnen und Österreicher  in die Türkei reisen. Die ARBÖ-Reise-Experten machen darauf aufmerksam, dass österreichische Staatsbürger für die Einreise in den Mittelmeeranrainerstaat ein Visum benötigen. Das Visum ist in Österreich bereits  bei der türkischen Botschaft um EUR 60,- erhältlich. An den Grenzen kostet das Visum allerdings nur EUR 15,-. Die ARBÖ-Experten raten den Betrag für das Visum bei der Einreise möglichst genau abgezählt bereit zu halten, da es immer wieder vorkommt, dass sich die türkischen Grenzbehörden sehr oft außerstande sehen, Beträge zu wechseln oder Retourgeld zu geben. Neben dem Visum ist für die Einreise ebenfalls ein gültiger Reisepass notwendig.

Wer mit dem eigenen Pkw in die Türkei einreist, benötigt eine erweiterte grüne Versicherungskarte. Sollte diese nicht vorgewiesen werden können, ist der Abschluss einer Grenzversicherung notwendig. Die erweiterte Grüne Versicherungskarte ist bei der jeweiligen Haftpflichtversicherung erhältlich. Fahrzeugbesitzer sollten darauf achten, dass das Länderkürzel TR darauf nicht durchgestrichen ist. Bei der Einreise in die Türkei wird das Fahrzeug in den Reisepass des Lenkers eingetragen. Bei der Ausreise muss das Fahrzeug wieder ausgetragen werden.  Die ARBÖ-Reise-Experten raten das Land mit dem Fahrzeug am gleichen Grenzübergang zu verlassen, an dem man eingereist ist. Die Erfahrungen zeigen, dass es bei der Ausreise bei anderen Grenzübergängen immer wieder zu erheblichen Schwierigkeiten und stundenlangen Verzögerungen kommt. Die ARBÖ-Experten raten ebenfalls dazu, dass die Person, in deren Reisepass das Fahrzeug eingetragen ist, dieses auch wieder aus dem Land lenkt. Sollte man ohne Fahrzeug ausreisen und das Fahrzeug nicht aus dem Reisepass austragen lassen, ist es erfahrungsgemäß sehr, sehr schwierig, das Fahrzeug wieder aus der Türkei „frei“ zu bekommen. Der Aufenthalt mit dem eigenen Fahrzeug ist bis zu 6 Monate erlaubt. Als Zubehör muss im Fahrzeug ein Ersatzlampenset, ein Feuerlöscher, zwei Pannendreiecke und ein Reservereifen sowie ein Verbandskasten mitgeführt werden.