54,41 m Fahrzeuglänge, vier Sitzplätze, bequemes Hochbett, variables Stockbett bzw Riesenstauraum, das größte Bad in der Kastenwagenklasse über die gesamte Fahrzeugbreite, Küche im Klassenvergleich riesig – der Roady Vario ist ein echtes Multitalent.
Ob für den Familienurlaub mit Heckstockbetten, für die sportliche Tour mit riesiger Heckgarage oder für den Komforturlaub mit der Option getrennter Liegemöglichkeiten, der Roady Vario überzeugt rundum in allen Situationen und macht jede Art von Urlaub zum puren Vergnügen.

Der Aufbau

spielt alle Stückerl: Das GFK-Hochdach ist Garant für Widerstandsfähigkeit gegen allerhand Buschwerk aber auch gegen Hagel und bietet mit der feuchtigkeitsunempfindlichen PU-Schaum-Isolierung sowohl Schutz gegen Hitze als auch Kälte, unterstützt von der vollisolierten Bodenplatte. Frisch- und Abwassertanks haben ein gutes Fassungsvermögen von 80 Litern, Truma-Heizung und Thetford-Toilette sind ebenso selbstverständlich, wie Platz für zwei 11 kg-Gasflaschen.

Der Wohnraum

ist geprägt von hellem Holz und wirkt durch die großzügige Raumhöhe luftig. Die Fenster mit integriertem Moskitoschutz bieten genügend Lichteinfall, wodurch der effektiv ausgenützte Raum großzügig wirkt. Der Tisch ist zweigeteilt und lässt sich je nach Bedarf auch als zusätzliche Arbeitsfläche gut in die Küche integrieren. In Verbindung mit den drehbaren Fahrerhaussitzen ergibt
sich ein bequemer Aufenthaltsraum für den reisefreudigen Camper.
 Stauraum und großzügige Laden nehmen alles auf, was man für
unterwegs benötigt – bei Bedarf glänzt der Roady Vario mit einer 
enormen Heckgarage, die an Stelle des Stockbettes optimaler Aufbewahrungsort für teures Sportequipment ist. Bauartbedingt ermöglicht dieser Stauraum eine Durchreiche, die sich nahezu unbegrenzt für den Transport längerer Elemente beim täglichen Einkauf eignet.


Was haben Küche und Sanitär im Pössl gemeinsam? Die Designer haben aus beiden ein Optimum an Raumangebot heraus geholt, ein Meisterwerk auf kleinstem Raum: Die Küche besticht durch Funktionalität, die Arbeitsfläche in Verbindung mit dem Schwenkteil des Tisches kann für diese Fahrzeugklasse als großzügig bezeichnet werden. Der Sanitärbereich erstreckt sich über die gesamte Fahrzeugbreite und besticht durch kreative Detaillösungen, die ihn zum geräumigsten unter den Vans machen. Es fehlt an nichts – Waschbecken, Dusche und WC – alles praxisgerecht vorhanden.

Im Fahrbetrieb macht sich der kurze Radstand durch besondere Wendigkeit auf allen Straßen angenehm bemerkbar. Der Roady Vario ist als Citroen oder Fiat Ducato zu haben, wahlweise mit 130, 150 oder 177 PS, Verbrauch je nach Motorisierung und Fahrweise meist deutlich unter 10 Liter /100 km. Im Urlaubsbetrieb freut man sich über gute Bodenfreiheit mit geringen überhängen. Eine Auflastung des serienmäßigen 3,3-Tonners auf 3,5 Tonnen ist optional und steigert die Zuladung auf gewaltige 670 kg.

Fazit

Plus:

Bei der Alltagstauglichkeit muss man Abstriche durch die Höhe von 2,45 m machen: Die meisten Tiefgaragen fallen somit flach. Nichts desto trotz ist der Pössl mit seiner „Kürze“ von 5,41 m gerade einmal um einen knappen halben Meter länger als etwa ein A6 –PKW-ähnliches Handling ist durchaus gegeben, sowohl was Stadt- als auch Autobahntauglichkeit betrifft. Er ist prädestiniert für Reisende, die Wert auf größte Mobilität legen und auch einige Wochen lang ohne „Kuschelecke“ leben können und gleichzeitig die Annehmlichkeit eines vollwertigen Erst- bzw. Zweit-PKW schätzen.

Minus:

Durch die Anordnung der seitlichen Verdunkelungsrollos ist der Blick vom Fahrersitz auf den unteren Bereich des rechten Seitenspiegels eingeschränkt – ein Manko, mit dem man leben kann.
Wintertauglichkeit – seien wir ehrlich: Ist es heutzutage nicht mehr zumutbar, eine kalte Nacht im berühmten Trainingsanzug zu verbringen, bei extremen Außentemperaturen vielleicht sogar im Bett? Da war doch einmal was – Schikurs, Hütte, richtig! Und hat es geschadet? Nicht wirklich. Davon ist ein klassischer Van allerdings weit entfernt: Der Pössl ist auch ein Winterfahrzeug. Mit warmen Pulli statt im T-Shirt.
 Als Sonderzubehör gibt es allerhand, um den Komfort entsprechend zu verbessern: Thermomatten für Fahrerhaus, Schiebe- und Hecktüre, beheizbare Tanks usw.
Kondenswasser: Vantypisch kann es im Inneren vor allem im Schiebetürbereich zu Kondenswasserbildung kommen – Lüften hilft.
Alles in allem: Man muss einfach wissen, was man will!