WILK Vida 640 HTD und Mercedes GLK
Wie viel Wohnwagen braucht der Mensch …

- Mercedes GLK mit Wilk Vida im Schlepp.
… vor allem, wenn er gerne „Zug“ fährt: 13,18m bewegen sich dann inklusive dem Zug-Mercedes recht flott durch die Gegend.
Die Knaus-Tabbert-Gruppe positioniert die WILK-Serie im Bereich „Sanfter Tourismus“ – nicht Action oder Geschwindigkeit stehen im Zentrum der Marken-Philosophie, sondern das individuelle Wohlfühl-Programm jedes Einzelnen. Dem trägt die Marke WILK mit den drei Ausstattungsvarianten VIDA, SENTO und ETERNO Rechnung: Die von uns getestete Serie VIDA bietet vordergründig unkomplizierten Wohlfühlurlaub in gemütlichem Ambiente und ist die Einsteigerklasse der Serie. Der SENTO verbindet Campingvergnügen mit gehobenem Komfort und entsprechend stilistischen Ausstattungselementen und die Spitzenklasse ETERNO macht noch eins drauf mit einem Hauch von Extravaganz – ganz nach dem Motto „Jedem das Seine“.
Fahrverhalten
2,50m Breite sind stolz, 8,65m Gesamtlänge des VIDA (Aufbau 6,60m) nicht ohne. Vor allem in engen Kurven, da kommt anfangs Freude auf. Trotz E zu B!
Auf der Autobahn ist es dafür lustig – der Mercedes GLK spielt die Stärke seines 7-Gang-Automatikgetriebes voll aus und erlaubt ein völlig entspanntes Dahingleiten. Bei dem man allerdings die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne über 3,5t nicht übersehen sollte - der GLK mit seinem bulligen Drehmoment und den zahlreichen Sicherheitsfeatures verleitet eindeutig zu Schnellerem als den erlaubten 80 km/h.
Aufbau
Hammerschlagblech ist bewährter Standard, das GFK-Dach hagelfreundlich, die Styroporisolierung sorgt zusammen mit der serienmäßigen Truma S5002 für ein wohliges Klima.
Die Dachhauben verfügen über ein integriertes Lichtsystem, in der Türe ist ein praktischer Mülleimer eingebaut, eine Vorzeltleuchte ist ebenso vorhanden wie moderne LED-Rückleuchten.
Wohnen und Leben
Raum bietet dieses Modell in Hülle und Fülle: Offene Blickachsen im Modell VIDA betonen überdies das großzügige Raumgefühl nochmals und lassen niemals ein Gefühl von Enge aufkommen. Wohlfühlen wird groß geschrieben, wofür die ergonomisch ausgezeichnet geformten Sitzpolster das ihre beitragen ebenso wie das stimmige Beleuchtungskonzept aus direkter und indirekter Beleuchtung und die zahlreichen großzügig bemessenen Ablagemöglichkeiten.
Der Schlafbereich ist erwartungsgemäß üppig ausgefallen und bietet bis zu fünf Personen erholsame Unterkunft, die hochwertige 5-Zonen-Visco-Kaltschaum-Matratze ermöglicht auch Allergikern sehr guten Schlafkomfort und lässt sich gegen einen moderaten Aufpreis mit einem Lattenrost mit aufstellbarem Kopfteil aufwerten.
Selbstverständlich sorgt ein heller Raumteiler für ausreichend Rückzugsmöglichkeit vom Wohnraum bzw. lässt er bei unerwartetem Besuch eventuell nicht gemachte Betten dezent verschwinden.
Die geräumige Küche schafft Raum für neue Ideen – das Kochen auf dem 3-Flammen-Herd macht durch die erweiterte Ablagefläche Spaß, sämtliche Küchenutensilien sind ergonomisch günstig platziert und jederzeit einfach erreichbar. Besonders gefällt die umfangreiche Arbeitsplatzbeleuchtung. Der serienmäßige Kühlschrank mit 110 Liter ist allerdings nicht unbedingt das Gelbe vom Ei – hier wäre Geräumigeres adäquat ebenso wie der fehlende Dunstabzug.
Badekomfort
Sehr angenehm ist das vorhandene Fenster in Bad, das ein gutes Lüften auch bei Schlechtwetter ermöglicht, was sich bei vielen Mitbewerbern nur auf die Dachluke beschränkt.
Fazit
Ein Wohnwagen, der zu einem leistbaren Preis alles bietet, was man sich bei längerem Aufenthalt vor Ort wünscht, ausstattbar mit zahlreichem Zubehör - das reicht von der Fußbodenheizung über Schwerlaststützen bis zur Mikrowelle.
Für den Transport ist ein entsprechendes Zugfahrzeug nötig, das zumindest für die Masse in fahrbereitem Zustand (also inkl. Gas und Wasser) zugelassen ist, wobei das höchstzulässige Gesamtgewicht 1.900 kg beträgt, eine Auflastung bis 2,5 t ist möglich – Stauraum dafür gäbe es genügend!
So wird man kaum umhin kommen, sich für dieses Fahrzeug den Führerschein E zu B anzuschaffen – außer man besitzt bereits Gleichwertiges.
Text und Fotos: Peter Schuster

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